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Fabrik 24.10.14Fabrik Logo

Simon Phillips - Protocol II

 

Simon Phillips ist einer der bekanntesten und angesehensten Schlagzeuger der Welt, dessen Stil nicht nur seine technische Begabung widerspiegelt, sondern auch seine musikalische Sensibilität. Ob es nun Rock, Fusion oder Jazz ist, Simon spielt als wäre er in jedem Genre zu Hause. Der Multiinstrumentalist und Produzent hatte nämlich schon im letzten Jahr mit dem zweiten Protocol-Album eine Herzensangelegenheit wieder belebt: Ein Vierteljahrhundert nach dem ersten Solo-Album gleichen Namens (1988) gibt es nun den von seinen Fans lange geforderten Nachfolger. \Allerdings haben wir das Album zunächst nur digital veröffentlicht; es gab zwar Gespräche mit einer Plattenfirma, aber sie konnte mir nicht zusagen, dass die Scheibe im Vorfeld der letzten Tour herauskommt. Jetzt werden wir wohl im Herbst erscheinen, außerdem wird es eine Vinyl-Ausgabe geben.\ Die physischen Exemplare davon, die während der letzten Jubiläums-Tour im Herbst 2013 verkauft wurden, stammen übrigens alle aus einem Presswerk in Deutschland. Als sein eigener Manager müsse er sich auch um solche Kleinigkeiten selbst kümmern, aber das gehöre nun mal zum Geschäft, lacht er. Dass er nun freiwillig die großen Arenen gegen kleine Clubs eingetauscht hat, ist für den sympathischen Engländer kein (Ego)Problem, weil \es auf die Musik\ ankomme. Er habe nichts gegen große Produktionen, aber in kleinen Clubs spüre man die Wirkung der Musik auf die Zuschauer viel intensiver und das Gefühl liebe er. Er erinnert sich gern an seine Jazz-Tour mit Steve Lukather vor einigen Jahren, die auch durch kleine Hallen ging. Apropos: Mit dem nächsten Teil der \Protocol\-Tournee erfüllt er sich einen weiteren Traum. Er habe in den letzten Jahrzehnten zwar mit den bekanntesten und erfahrensten Musikern der Welt zusammengespielt, aber er sei nun einmal sehr wählerisch. Die neue Konstellation hingegen sei für ihn das Nonplusultra, schwärmt er: \Wir haben das letzte Album in knapp fünf Tagen eingespielt, von der Chemie her war das eine der besten Produktionen, an denen ich jemals teilgenommen habe. Es ist ein großartiges instrumentelles Jazz Rock-Album geworden.\ Mit Andy Timmons (Gitarre), Steve Weingart (Keyboards) und Ernest Tibbs (Bass) hat er nicht nur Mit-Musiker mit sehr unterschiedlichen Backgrounds, sondern auch Koryphäen ihres Fachs zusammengebracht. \Sicherlich ist mein Adress- und Telefonbuch ziemlich voll, aber das bleibt nicht aus, wenn man so lange im Geschäft ist wie ich.\

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Text und Bildquelle: Fabrik